Petzl ASAP

Wie schon erwähnt benutze ich auch ein ASAP fürs Toprope Soloklettern und das nicht ohne Grund. Hauptsächlich hat mich die Möglichkeit des Auf- und Absteigens gereizt. Handsteigklemmen und Seilklemmen funktionieren immer nur in eine Richtung, nach oben! Im Prinzip kein Problem, wenn man sich jedoch mal um einen Meter verklettert hat und ein Stück zurück muss wird das Problem offensichtlich. Man hängt im Sicherungsgerät. Währen das Petzl Shunt noch einfach mit einer Hand lösbar ist wird es bei einer Handsteigklemme schon sehr frickelig. Daher kam der Wunsch.

Das ASAP läuft sehr leicht über das Seil. In die freie Richtung etwas leichter als eine Petzl Ascension in die blockierende Richtung etwas schwergängiger durch die Fliehkraftbremse. Die Fliehkraftbremse wird bei hoher Abwärtsgeschwindigkeit aktiviert. Bei meinen Stürzen hat das Gerät immer innerhalb weniger Centimeter gegriffen.

Als Highlight möchte ich erwähnen, dass das ASAP zusätzlich zur 353-2 noch die EN 12841-A erfüllt. In der Norm werden zusätzlich noch die dynamischen Eigenschaften des Geräts getestet, und diese sind selbst im Vergleich mit GriGri & Co. sehr gut, da ein Sturztest mit Sturzfaktor 2 und 100 kg Gewicht durchgeführt wird. Die hierbei auftretenden Kräfte sind dabei schon die oberste Grenze der beim Sportklettern auftretenden Kräfte.

Allerdings ist Petzl beim ASAP etwas picky mit den Einschränkungen. Die Wahl des Karabiners ist eingeschränkt - warum auch immer - aber es wurde der richtige Karabiner bei meinem Exemplar mitgeliefert, also kein Problem. Da beim Test der dynamischen Leistung nur so gerade eben die maximale Fangkraft von 6 kN eingehalten werden konnte, empfiehlt Petzl einen Falldämpfer. Ebenso gibt es Einschränkungen bei der Wahl des Seils. Es muss sich also jeder selbst entscheiden, ob diese Einschränkungen KO-Kriterien für das Petzl ASAP sind.